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Die Wanzen

Erstellt von H.-J.Flügel
Stand: 09.03.2015

am Freigelände des Bienenmuseums

Im nebenstehenden Bild ist eine belgische Zigarren-Bauchbinde mit der Abbildung einer Streifenwanze zu sehen, die auch im Bereich des Bienenmuseums häufig vorkommt.

Bei Wanzen denkt man unwillkürlich erst einmal an Bettwanzen oder an ihre technischen Nachfolger, die Abhörwanzen. Erstere sind in Deutschland weitgehend ausgestorben, letztere jedoch erleben gerade eine Renaissance...

Auf diesem Link finden Sie die wissenschaftlichen Namen aller bisher am Lebendigen Bienenmuseum gefundenen 114 Wanzen-Arten aufgelistet:           Artenliste Wanzen

Doch die Mehrzahl der Wanzen saugt „nur“ Pflanzensäfte oder lebt räuberisch von anderen Insekten. Dabei können erstere in menschlichen Pflanzenkulturen teilweise Schäden verursachen; die Raubwanzen sind dagegen in denselben Kulturen hilfreiche „Nützlinge“.

Wanzen legen Eier, aus denen noch ungeflügelte winzige Wänzchen schlüpfen. Manche Wanzen betreiben Brutpflege und beschützen die jungen Tiere mit ihrem Körper; bei den meisten Wanzen müssen die Jungen aber selbst für sich sorgen. Überwintern können die Wanzen artspezifisch sowohl als Ei, Larve oder erwachsenes Insekt.

Die erwachsenen Wanzen sind of recht farbenprächtig und groß, teilweise aber auch winzig klein. Viele von ihnen besitzen eine so genannte Stinkdrüse, in der ein Wehrsekret enthalten ist, das - neben seiner unterschiedlichen Giftwirkung - auch stark riecht. In Mexiko werden bestimmte Wanzen deswegen zum Würzen von Speisen verwendet.

Auf dem Gelände des Lebendigen Bienenmuseums werden die dort auftretenden Wanzen im Rahmen der allgemeinen Arterfassung mit aufgenommen und in präpariertem Zustand an entsprechende Fachleute weiter gereicht, sofern die Arten nicht leicht bestimmbar sind. Dabei gibt es immer wieder Überraschungen: so fanden sich Mitte September 2009 erstmals am Bahndamm auf den Blütenständen der Fetthenne und dem Bergbohnenkraut zahlreiche Feuerwanzen, die anderswo zu den häufigsten Arten zählen.

Bei der Bestimmung halfen mir der inzwischen leider verstorbene Prof. Dr. Reinhard Remane und neuerdings insbesondere Carsten Morkel, ohne die die Aufarbeitung der Wanzen vom Gelände des Lebendigen Bienenmuseums Knüllwald kaum möglich wäre.

Leg.: Hans-Joachim Flügel

Anz. der nachgewiesenen Arten: 114

Stand der Auswertung: 09.03.2015

Nützliche Links:

Coleopterologie: Heteroptera,   Insektenbox: Wanzen,     Einführung in die Biologie der Wanzen,     Wikipedia: Wanzen

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