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Aktuelle Notizen

Erstellt von
Hans-Joachim Flügel
Stand: 29.12.2002

aus dem Lebendigen Bienenmuseum Knüllwald

Auf dieser Seite soll auf aktuelle Änderungen und Aktivitäten hingewiesen werden, die im, am und um das Lebendige Bienenmuseum stattfinden. Die Seite dient zudem als Wegweiser für die Homepage, um häufigere Besucherinnen und Besucher auf Aktualisierungen aufmerksam zu machen. Leider verfügen wir noch nicht über eine Digitalkamera, so daß derzeit  aktuelle Bilder nur mit erheblicher Verzögerung und großem Aufwand auf dieser Seite dargestellt werden können. Wo es geht, werden wir uns mit Zeichnungen und Skizzen aushelfen. Die älteren Ausgaben der Aktuellen Notizen werden von uns archiviert.
29.12.2002:

Die Aufarbeitung der Käfer hat diesen Herbst sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Viele Coleopterologen konnten für diese ehrenamtliche Arbeit gewonnen werden, doch die Aufbereitung des Fallenmaterials und die Verteilung der zu bestimmenden Tiere war aufwändig genug, so dass andere Arbeiten weitestgehend liegen geblieben sind.

Es hat sich aber gelohnt: obwohl erst ungefähr die Hälfte der aus den Barberfallen gewonnenen Käfer determiniert sind, können wir für das Gelände des Lebendigen Bienenmuseums bisher immerhin genau einhundert Käferarten nachweisen. Diese sind in der neuen Käferseite aufgeführt, zu erreichen über die Seite "Fauna". In den kommenden Jahren sollen weitere verfeinerte Nachweismethoden wie Klopfschirm, Siebe, Baum- und Stammekklektoren und andere Fangmethoden eingesetzt werden, so dass noch mit einem bemerkenswerten Zuwachs der Artnachweise bei der Käferfauna des Geländes zu rechnen ist.

Das Sandarium ist schon eine Weile fertig gestellt, für eine Besiedelung war es aber schon zu spät im Jahr. Diese neue Nistplatz-Einrichtung wird künftig eine eigene Seite erhalten, auf der auch laufend der Besiedelungsverlauf protokolliert werden soll.

August 2002:

Aktuell arbeiten wir an der Errichtung eines Sandariums. Dieses (siehe nebenstehende Zeichnung) soll als Nistplatz für in Sandboden nistende Wildbienen und Solitärwespen dienen. Hier in Nordhessen sind trockene Sandstandorte sehr selten. So befindet sich der nächste Sandmagerrasen in einer ehemaligen Sandgrube bei Lendorf, fast 20 km Luftlinie entfernt von hier. Dort können neben den entsprechenden Pflanzen wie Sandglöckchen etc. auch etliche sandnistende Hautflügler nachgewiesen werden. Um dieses Artenspektrum ebenfalls am Lebendigen Bienenmuseum vorführen zu können, wird hier derzeit das Sandarium errichtet.

Dafür kommt der Teichbau nur schleppend voran. Die erste Glasfasermatten-Polyester-Schicht ist zwar aufgetragen, doch das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun warten wir auf die nächste Schönwetterperiode, um die weiteren Schichten auftragen zu können. Dazu müssen wir aber - da inzwischen mehr als eine Woche verstrichen ist - die gesamte erste Schicht anschleifen, um eine Verbindung der Schichten zu gewährleisten. Wegen der Abdichtung der Fenster wurde von uns versucht, Kontakt mit einer Schiffswerft aufzunehmen, da diese mit den Bullaugen ja vor ähnlichen Problemen stehen. Dies ist leider weitestgehend mißlungen, da die im Internet auffindbaren E-mail-Adressen fast alle veraltet sind und nicht mehr gepflegt werden. Einzig die Firma Blohm & Voss Repair hat geantwortet und die Anfrage am 7.8. an eine ihrer Zuliefererfirmen weitergeleitet. Von dort ist allerdings bisher  auch noch keine Antwort eingetroffen.

 

Bei den Schmetterlingen geht es weiterhin gut voran. Seit der letzten Ausgabe der Aktuellen Notizen vom 29.7.2002 haben wir noch zweimal nachts geleuchtet; allerdings sind die dabei aufgenommenen Belegtiere noch nicht bestimmt. Dafür flogen - neben anderen Tagfaltern - seit Ende Juli zahlreiche Mauerfüchse (Lasiommata megera) an den Blütenständen auf dem Bahndamm. Der Mauerfuchs ist in Südhessen bereits sehr selten; in Baden-Württemberg und Hessen steht er auf der Vorwarnliste. Hier in Nordhessen ist er an geeigneten Plätzen - trockenwarme, lückige Grasbestände - noch häufiger anzutreffen. Momentan wird er abgelöst vom Admiral (Vanessa atalanta), der sich an gärendem Fallobst gütlich tut.

Bei den Bienen und Wespen sind ebenfalls neue Artnachweise hinzugekommen. Die ersten Auswertungen der kurzen Geländeexkursion anlässlich des Treffens des Bundesarbeitskreises Hymenopterologie im Bundesfachausschuß des NABU (am 25./26.5. diesen Jahres am Bienenmuseum) durch Thomas Wiesner erbrachten je drei Bienen- und Wespenarten, die der Gesamtartenliste zugefügt werden konnten. Hier kam zu Tage, daß bisher noch keine Zeit war, um eine gründliche Gesamtaufnahme des Arteninventars durchzuführen. Die neu nachgewiesene Keulhornwespe Monosapyga clavicornis beispielsweise fliegt im Frühjahr und Frühsommer sehr zahlreich an der Nistwand und wurde vielleicht gerade deshalb nicht mit aufgenommen...

Für das Freigelände des Museums suchen wir weiterhin noch einen gut erhaltenen Einfront-Wanderwagen, am besten auch mit Vertikal-Schleuder. Wer uns solch einen Bienen-Wanderwagen spenden oder preiswert zur Verfügung stellen kann, möge sich bei uns melden: Telefon: 05685-499, Fax: -930364; E-mail: lebendiges-bienenmuseum@web.de .

 

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